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Mit Liebe entworfen, mit Sorgfalt verarbeitet: der Kay-Bojesen-Affe

Kennst du die Geschichte der kleinen Holzpuppe, die lebendig wurde? Pinocchio. Der Tischler Gepetto erschuf sie und eine magische Fee hauchte ihr über Nacht Leben ein. Der dänische Designer Kay Bojesen war so etwas wie eine reale, moderne Version des Tischlers aus dem Kindermärchen. Seine Holztiere mit den glänzenden schwarzen Augen haben Seele. Noch heute erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Sein berühmtestes Stück ist der Kay-Bojesen-Affe.

Kay Bojesen entwarf den Affen ursprünglich als Haken für eine Kindermöbelausstellung. Die langen Arme sollten auf Kinderhöhe reichen, die kurzen Beine Platz für Mützen und Schals bieten. 1951 entstand daraus der bekannte kleine Holzaffe.

Die Geburtsstunde der Holztiere

1919 begann Bojesen mit der Entwicklung seiner Holzspielzeuge. Sie waren für seinen neugeborenen Sohn Otto. Inspiriert wurde er bei der Gestaltung von eigenen Kindheitserinnerungen. Bojesen dachte an seinen Vater, der ihm bereits zu Kindertagen Holzfiguren geschnitzt hatte.

Drei Jahre später nahm er mit seinen ersten Entwürfen an einem Designwettbewerb teil. Auf die Frage nach dem Grund für seine Teilnahme antwortete Bojesen damals:

„Ich habe einen Sohn, der von der Familie und von Freunden mit sämtlichem Spielzeug überhäuft wird, was man sich denken kann. Leider hat dieser kräftige, kleine Kerl schnell bemerkt, dass das Spielzeug zwischen den Fingern schnell zu Bruch geht. Das ist beunruhigend.“

Kay Bojesen - Holz-Elefant

Bojesens Spielzeug sollte deshalb stabil sein, aus Holz gefertigt und mit weichen, runden Formen. In den nächsten Jahren beschäftigte sich der Designer vermehrt mit der Entwicklung von Holztieren. Dabei ging es ihm nicht darum, komplexe Nachbildungen der lebendigen Originale zu schaffen. Vielmehr erschuf er Tiere, die direkt der Fantasie eines Kindes entsprungen sein könnten.

Mit der Zeit entstanden nach diesem Grundsatz Dackel, Zebra, Kaninchen, Elefant und viele weitere Figuren. Bis heute unübertroffen ist sein Holzaffe. Er und andere Tiere werden noch heute von der Rosendahl Design Group in Zusammenarbeit mit der Familie Bojesen produziert.

Die Herstellung des Bojesen-Affen: Design mit Verantwortung

Der Holzaffe besteht aus 31 einzelnen Teilen. Diese werden aus Limba, einem afrikanischen Laubholz, und nachhaltigem Teakholz angefertigt. Das Unternehmen macht es sich zur Aufgabe, die Umwelt zu schützen und soziale Verantwortung zu übernehmen. Daher wird das Teakholz ausschließlich von kontrolliert bewirtschafteten Plantagen bezogen, auf denen verantwortungsvolle Holzfällung betrieben wird. So wird der Regenwald nicht für die Produktion gerodet und die Menschen in den Plantagenregionen profitieren von besseren Lebensbedingungen.

Das helle Limbaholz für Gesicht, Hände, Füße und Bauch des Affen stammt aus Afrika. Es wird gemäß der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) importiert, die sicherstellen soll, dass das Holz aus legalem Einschlag im Ursprungland stammt.

Jeder Kay-Bojesen-Affe ist ein Unikat

Jedes der Holztiere ist einzigartig. Das liegt an der natürlichen Maserung und Farbe des Holzes, denn frisches Plantagenteak kann in seiner Farbe von Wachsgelb bis zu einem hellen Graugrün variieren. Auch dunkle Flecken und Streifen sind keine Seltenheit. Diese Farbabweichungen sind normal und stellen kein Qualitätskriterium dar.

Das Unternehmen legt Wert darauf, dem Holzaffen trotz verschiedener Farbvariationen ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild zu geben. Das gilt in erster Linie für die Arme und Beine des Tieres. Der Kopf erscheint häufig etwas dunkler als der Rest des Körpers.

Der Affe entwickelt sich weiter

Seit 1951 gibt es den Affen in verschiedensten Größen und Ausführungen. Eine besondere Variante ist der im Rahmen des 70-jährigen Jubiläums vorgestellte Reworked Affe. Er wird aus Holzresten gefertigt wird, die andernfalls keine Verwendung mehr finden.

Dadurch wird nicht nur dem Holz ein neues Leben geschenkt, es entsteht auch bei jedem Exemplar eine individuelle Kombination verschiedener Hölzer, wie zum Beispiel Walnuss, Eiche, Esche oder Mahagoni. Die runde Form, die beweglichen Arme und Beine und der freundliche Gesichtsausdruck des Originals sind jedoch geblieben.

Streng kontrollierte Qualität

Bei der Kontrolle eines fertigen Affen achtet der Hersteller darauf, dass die Oberfläche jedes Tieres glatt ist, das heißt weder Splitter noch Markierungen oder Risse aufweist. Sollte es Astlöcher geben, so sind diese nur zulässig, wenn sie natürlich entstanden sind und das Holz gesund ist.

Der Kay-Bojesen-Affe ist lebendig – auf seine eigene Art. Im Laufe der Monate und Jahre können Licht und Luft die Farbnuancen des Holztieres in einen einheitlichen und warmen Goldbraunton verwandeln. Dennoch behält dein Bojesen-Affe eines: seine ganz eigene Persönlichkeit.

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